Editor-Anleitung

Diese Seite erklärt, wie du als Editorin oder Editor einen Trail auf localtrails.ch erfasst — vom Anlegen bis zu den Bildern. Ein Konto bekommst du persönlich von uns, wenn du für eine Organisation Trails betreust (so meldest du dich); angemeldet wird unter /admin.

Eine Minute im Editor

So sieht es aus, wenn du angemeldet bist: dieselbe Einführung, die neue Editorinnen und Editoren beim ersten Anmelden sehen — auf der echten Karte, an einem echten Ort.

Trail anlegen

Klicke auf der Karte auf «Neuer Trail» und gib einen Namen — die Adresse der Trailseite (der «Slug») wird daraus automatisch abgeleitet. Einen bestehenden Trail öffnest du mit «Bearbeiten»; Änderungen gelten erst, wenn du «Speichern» drückst, und «Abbrechen» verwirft sie.

Segmente zeichnen

Ein Trail besteht aus einer Kette von Segmenten. Mit «+» startest du ein Segment und klickst Punkt für Punkt aufs Wegnetz — die Linie folgt dem Netz automatisch, Shift halten zeichnet frei. Die Zeichenrichtung ist die Fahrtrichtung des Trails. Neue Segmente beginnen am Ende der Kette, so bleibt der Trail lückenlos. Das ?-Symbol im Editor erklärt alle Werkzeuge im Detail.

Bewerten

Gib jedem Trail-Segment einen Schwierigkeitsgrad nach der offiziellen Schweizer Skala. Der Grad des Trails ergibt sich daraus automatisch — er ist der schwierigste seiner Trail-Segmente. Die Kriterien unten stammen aus der Vollzugshilfe «Mountainbike-Wegnetzplanung» von ASTRA und SchweizMobil (2026) — demselben Regelwerk, nach dem Trails vor Ort signalisiert werden.

Steht am Trail schon ein offizielles Schild mit Farbe und Symbol, übernimm diesen Grad. Sonst bewertest du selbst — am besten, nachdem du den Trail gefahren bist.

So bewertest du

  • In Fahrtrichtung. Bewertet wird in der Richtung, in der du den Trail gezeichnet hast. Wird er in beide Richtungen gefahren, zählt die Abfahrt.
  • Die Hauptlinie zählt. Massgebend ist die Linie, die man intuitiv fährt. Schwierigere Varianten daneben heben den Grad nicht — erwähne sie in der Beschreibung.
  • Gesamtbild, aber Grenzen sind Grenzen. Du beurteilst das Segment als Ganzes. Überschreitet aber eine Stufe, Rampe oder Kurve auf der Hauptlinie die Grenzwerte eines Grads und lässt sich nicht umfahren, passt dieser Grad nicht mehr.
  • Gehäufte Hindernisse zählen mehr. Folgen mehrere Hindernisse kurz aufeinander, prüfe den nächsthöheren Grad — auch wenn jedes für sich in einen tieferen passt.
  • Absturzgefahr gehört dazu. Hat ein Singletrail eine ungesicherte Absturzstelle, ist er mindestens «mittel».
  • Bei üblichem Wetter. Bewertet wird unter den für den Ort üblichen Verhältnissen. Nässe, Schnee oder extreme Trockenheit fliessen nicht in den Grad ein — wird der Trail dann heikel, schreib es in die Beschreibung.
  • Teilen statt mitteln. Ändert sich der Charakter deutlich — etwa ein verblockter Abschnitt nach flowigem Wald —, mach daraus ein eigenes Segment. Das Höhenprofil auf der Trail-Seite zeigt dann beide Grade, der Trail trägt den höheren.
  • Im Zweifel höher. Die Skala soll davor schützen, sich auf einen zu schwierigen Trail zu wagen. Liegt ein Segment zwischen zwei Graden, nimm den höheren.
  • Nicht aus OpenStreetMap übersetzen. Die Singletrail-Skala (S0–S5, in OSM «mtb:scale») misst anders: nur die Fahrtechnik, Stelle für Stelle, bei idealen Bedingungen und ohne Absturzgefahr. Sie ist höchstens ein Hinweis — bewerte nach den Kriterien unten.

Die fünf Grade

Kriterien für Singletrails und Tech-Trails, also die meisten Trails hier. Die Zahlen gelten für die Hauptlinie, abwärts gemessen: Ø ist das durchschnittliche Gefälle, Rampen sind 5 bis 20 m lange steilere Stücke, Stufen sind Stufen und Absätze.

  • Sehr einfach

    Für Neulinge. Durchgehend sitzend fahrbar, ohne besondere Fahrtechnik.

    Breit und mehrheitlich flach, folgt dem Gelände, weite Kurven. Gleichmässig verdichtet und griffig, durchgehend rollbar — auch mit einem Kindervelo. Keine oder gesicherte Absturzstellen.

    Ø ≤ 6 % · Rampen ≤ 15 % · Stufen ≤ 10 cm · Breite ≥ 1,0 m · Kurvenradius ≥ 3 m

  • Einfach

    Für Einsteiger/-innen: stehende, aktive Haltung, dosiert bremsen, sicher durch einfache Kurven.

    Breit und leicht geneigt, Kurven mit gleichbleibendem Radius. Kleine Wurzeln und Steine. Die Hauptlinie ist durchgehend rollbar. Keine oder gesicherte Absturzstellen.

    Ø ≤ 10 % · Rampen ≤ 30 % · Stufen ≤ 15 cm (bis 40 cm, wenn umfahrbar) · Breite ≥ 0,8 m · Kurvenradius ≥ 2 m

  • Mittel

    Für Fortgeschrittene: Gewicht verlagern, Vorder- und Hinterrad anheben, enge Kurven auch langsam fahren.

    Eventuell schmal, mittelsteil. Steile Stücke mit grossen Wurzeln und losen Steinen, grössere Stufen, engere Kurven. Auf Singletrails ist mit ungesicherten Absturzstellen zu rechnen.

    Ø ≤ 20 % · Rampen ≤ 60 % · Stufen ≤ 40 cm (höhere meist umfahrbar) · Breite ≥ 0,6 m · Kurvenradius ≥ 1 m

  • Schwierig

    Für Könner/-innen: extrem steile Stücke fahren, Vorder- oder Hinterrad versetzen, Hindernisse droppen oder springen.

    Eventuell sehr schmal, eher steil, teils in der Falllinie. Verblockt mit Wurzeln, Steinen und Felsen, grosse Stufen und enge Spitzkehren — meist ohne Umfahrung.

    Ø ≤ 30 % · Rampen ≤ 90 %

  • Sehr schwierig

    Für absolute Könner/-innen mit ausserordentlicher Fahrtechnik.

    Sehr steil und in der Falllinie, verblockt und anspruchsvoll, sehr grosse Stufen, viele enge und steile Spitzkehren auf wenig Platz.

    Keine Grenzwerte — alles, was über «schwierig» hinausgeht.

Style-Trails: Sprünge und Drops

Gebaute Bikestrecken werden nach ihren Elementen bewertet, vor allem nach der Fallhöhe. Mischt eine Strecke Tech- und Style-Elemente, gilt der höhere Grad.

  • Sehr einfach: Gebaute Elemente ohne Fallhöhe (unter 10 cm), einzelne weite Anlieger.
  • Einfach: Rollbare, leichte Elemente, Drops bis 0,5 m, Sprünge bis 4,5 m weit.
  • Mittel: Sprünge und Drops bis 1 m Fallhöhe, Sprünge bis 9 m weit, enge Anlieger.
  • Schwierig: Grosse Sprünge und Drops bis 1,5 m Fallhöhe, Sprünge bis 13,5 m weit, enge und steile Anlieger.
  • Sehr schwierig: Fallhöhe über 1,5 m.

Welche Trail-Art?

Die Art gehört mit aufs Schild; du stellst sie am Trail ein. Singletrail: schmaler Naturweg, oft mit Wandernden geteilt, nichts gebaut — der Normalfall. Tech-Trail: reine Bikestrecke, geprägt von Wurzeln und Steinfeldern. Style-Trail: breitere, reine Bikestrecke mit gebauten Sprüngen, Anliegern und Holzelementen. Bei «sehr einfach» spielt die Unterscheidung keine Rolle.

Die Grenzwerte sind eine Orientierungshilfe, keine Messvorschrift: Für die offizielle Signalisation entscheidet eine unabhängige Fachperson im Gesamtbild. Unsere Grade sind eine sorgfältige Einschätzung, keine Signalisation.

Bilder

Sobald der Trail gespeichert ist, kannst du Fotos hochladen. Bilder vom Trail selbst — Kurven, Schlüsselstellen, Ausblicke — helfen am meisten.

Rechtliches

Mit dem Speichern räumst du localtrails.ch das Recht ein, deine Beiträge — Namen, Beschreibungen, Bewertungen und Bilder — auf der Plattform zu veröffentlichen. Die Trail-Geometrie ist vom OpenStreetMap-Wegnetz abgeleitet und wird unter der Open Database License (ODbL) publiziert; die übrigen Inhalte bleiben beim Projekt.

Fragen?

Melde dich direkt bei Marc — Rückmeldungen zu Stolpersteinen sind ausdrücklich willkommen.